Zwei Tage

Zwei Tage ist es her. Zwei Tage mit Fragen. Zwei Tage ohne Antworten. Zwei Tage, die normal waren. Zwei Tage, die anders waren. Zwei Tage mit Gedanken. Zwei Tage mit Leere. Nur zwei Tage.

Zwei Tage sind nicht viel. Zumindest nicht im Vergleich zu einem Monat. Oder zwei Wochen. Oder zwei Jahren, die nicht minder vergangen sind.

Zwei Tage sind verdammt viel. Verdammt viel hätte passieren können, ist es aber nicht. Es hätte auch in zwei Sekunden passieren können. Zwei Minuten hätten mir gereicht, zumindest für die ursprüngliche Intention. Zwei Stunden sind es geworden, zumindest fast. Und ich muss kaum erwähnen, dass es extrem schöne zwei Stunden waren. Die wie nur zwei Augenblicke vergangen sind.

Und nach denen ich wieder mal nichts wusste.

Und natürlich wird es weiter gehen, wie bereits beschrieben. Vielleicht sporadisch, vielleicht kommt mir auch einmal eine bessere Idee. Vielleicht wird es dann aber zu spät sein. Somit stellt sich die Frage, was ich jetzt tun kann. Jetzt, hier, am liebsten heute, aber das wäre wiederum zu früh. Doch was ist zu früh, was ist zu spät? Aus Erfahrung kann ich hier zugegebenermaßen – und bedauerlicherweise – nicht sprechen. Einerseits Positionen darlegen, andererseits nicht aufdringlich sein wollen. Irgendwie wird es weiter gehen, dessen bin ich mir durchaus sicher. Aber ob ich dann geschickter reagiere, ist wiederum die ganz andere Frage. Ob ich Zeichen – falls es denn welche waren – erkenne, ob ich endlich über meinen Schatten springe und aktiver werde, so dass ich letztlich als das wahr genommen werde, was ich möchte. Gedanklich bin ich einmal mehr zehn Schritte weiter als in meinen Handlungen, momentan fehlt dabei absolut die Kongruenz. Aber wie ist dies zu lösen?

Wenn ich das Problem aus wissenschaftlicher Sicht betrachten würde, würde ich vermutlich zunächst Daten sammeln. Danach analysieren, vielleicht bereits Theorien bilden, anschließend verifizieren. Und zu einem Schluss kommen, ob mir dieser gefällt oder nicht, es wäre immerhin eine Erkenntnis. Wenn ich aus praktischer Sicht heran gehen würde, würde ich einiges ausprobieren und die vielversprechendste, vielleicht pragmatischste und schnellste Lösung realisieren. Vielleicht keine perfekte, aber eine Lösung. Perfektioniert werden kann sie später noch.

Nur liegt die Lösung in weiter Ferne, sofern ich selbst Kern des Problems bin. Und ich merke sogar, wie sinnlos derartige Texte sein können. Also halte ich mich die nächsten Tage wieder an meine Nerd-Ablenkungs-Strategie. Vielleicht fällt mir ja zwischendurch etwas Sinnvolles ein.

 

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