Putzen ist so… naja…

Mal ehrlich – putzt irgend jemand gerne? Also ohne (viel) Geld dafür zu bekommen? Wenn ich ehrlich bin, putze ich definitiv nicht gerne. Mich selbst, ok, klar, das muss sein, aber den ganzen Rest? Dass mich der freundliche Küchenverkäufer nach jahrelanger Enthaltsamkeit zu einer Spülmaschine überreden musste, dieses Ding nun aber das fast meist gebrauchte Gerät in der Küche ist, spricht für sich. Da gab es doch einmal so eine Frau, die hatte ein selbstreinigendes Haus erfunden, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, war dies in den 50er- oder 60er-Jahren, natürlich in den USA. Durchgesetzt hat es sich leider nicht. Da haben wir Alexa, Siri, Google Home (wie heißt die Schnitte eigentlich?), aber putzen müssen wir noch selbst. Alles andere ist schön automatisiert, Alexa, schalte das Licht im Wohnzimmer an! Ach so, aus der Werbung kenne ich diesen Staubsaugerroboter, der ebenfalls mit Amazon Echo gesteuert werden kann. Das ist schön und gut, aber rückt er die Couch nach vorne? Kommt er unter den Sessel? Ich würde sagen – nö, das klappt so nicht. Also muss man doch wieder selbst ran. Oder die freundliche Putzhilfe beauftragen – ich gebe zu, einmal pro Woche taucht hier jemand auf und hilft beim Putzen, naja, sagen wir mal, das ist in Ordnung für den groben Dreck, aber viel mehr auch leider nicht. Wenn schon, dann will ich z.B. den Wasserhahn auch perfekt sauber ohne jedwelche Kalkablagerungen haben. Oder auch den letzten Staub hinter dem Schrank im Staubsauger platziert wissen. Und so weiter. Mag sein, dass ich genau dann perfektionistisch veranlagt bin, andererseits bin ich auch etwas faul, um ehrlich zu sein. Daher habe ich auch keinen Putzplan oder ähnliches, ebenso wenig putze ich jede Woche unter sämtlichen Möbeln und in jeder Ecke. Allein der vermeintliche Luxus der Putzhilfe sorgt für eine gewisse Grundsauberkeit. Alles andere – kann warten. So lange warten, bis es nicht mehr geht. Ok, das ist vielleicht übertrieben, aber ich habe auch kein Problem damit, wenn eine gewisse Unordnung herrscht, die einher geht mit der einen oder anderen staubigen Ecke. Bei Besuch sorgt dies regelmäßig für Verwirrung, aber hey – es gibt doch wirklich wichtigere Sachen, die mehr Spaß machen als jeden Tag dieselbe Ecke zu wienern. Und wenn es das Schreiben mehr oder minder sinnloser Blog-Artikel ist… Bis es eben nicht mehr geht. Bis der Staub zu viel wird. Bis eine gewisse Schwelle überschritten ist. Wann auch immer dieser Punkt erreicht sein mag. Oder der Anlass einem keine andere Wahl lässt. Putzen ist eben so – naja.

Disclaimer: Dreckiges Geschirr geht hingegen so gar nicht! Dann lieber einmal mehr die Spülmaschine beauftragen als irgend etwas klebrig und ekelig herum stehen zu haben. Aber ein wenig Staub in der Ecke ach ja, was soll’s…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.